Sweets for my Sweet – Zuckeralternativen

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Dass zuviel Zucker nicht soooo unbedingt gut ist, wissen wir ja eigentlich. Wenn unsere Mütter uns früher ermahnten, wir sollen nicht soviel Süßes essen, war uns auch immer klar, dass sie Recht haben. War uns aber egal, schließlich waren wir ja Kind und wollten das nun mal essen. Punkt. Bauchschmerzen hin oder her.
Jetzt sind wir so gut wie erwachsen und können selbst entscheiden, was wir essen. Ein großer Vorteil! Allerdings auch manchmal gar nicht so einfach. Vor allem dann, wenn man etwas anders machen möchte, als man es bisher kennengelernt hat. Wie eben beim Zucker.
Denn sich gesund zu ernähren, heißt nicht automatisch auf Süßes verzichten zu müssen. Aber wie das immer so ist im Leben: Das Maß ist entscheidend: Natürlich kannst Du ab und zu mal ein Eis oder Schokolade essen, aber eben in niedriger Dosierung.
Damit Du Dich im Wirrwarr der Süßungsvarianten, die im Moment überall angepriesen werden, zurecht findest, stellen wir Dir hier die bekanntesten Zuckervarianten vor:

Brauner Zucker
Brauner Zucker wird entweder nicht so stark raffiniert wie weißer Fabrikzucker oder nachträglich mit Sirup gefärbt. Beliebt ist er vor allem wegen seines malzigen Geschmacks.

Vollrohrzucker ist der pure, getrocknete Saft des Zuckerrohrs und enthält noch dessen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Er hat eine goldbraune Farbe und schmeckt leicht nach Karamell. Was Kaloriengehalt und Kariesrisiko betrifft, stehen braune Zucker ihren weißen Kollegen aber in nichts nach.

Honig
Honig besteht zu etwa 80 Prozent aus Zucker und ist reich an Enzymen, organischen Säuren und Aromastoffen, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird.
Jede Honigsorte hat einen typischen Eigengeschmack – es gibt zum Beispiel Raps-, Tannen- oder Akazienhonig und jede Sorte schmeckt anders.
Leider begünstigt auch Honig die Entstehung von Karies, weil er durch seine Klebrigkeit lange an den Zähnen haften bleibt.

Obst-Dicksäfte
Sie werden aus Fruchtsaft – meist Birnen- oder Apfelsaft – gewonnen. Dazu wird der Saft entsäuert, geklärt und eingedickt. Obst-Dicksäfte lassen sich vielseitig einsetzen, haben aber einen ausgeprägten Eigengeschmack. Wenn Du Backwaren, Desserts oder Milchshakes damit süßen willst, verwende sie lieber etwas sparsamer. Mit Einschränkungen sind sie auch für Diabetiker geeignet.

Agavendicksaft
Er kommt meist aus Mexico und kann bis zu 90 Prozent Fruchtzucker enthalten. Daher schmeckt er süßer als Haushaltszucker und gilt auch für Diabetiker als geeignet. Agavendicksaft ist gut löslich und eher geschmacksneutral. Aber eben auch ein Zucker. Und weil er sehr süß ist, lieber vorsichtig dosieren.

Sirup
Zuckerrübensirup weist einen hohen Gehalt an Eisen und Magnesium auf. Sein kräftiger Eigengeschmack macht ihn zu einem idealen Brotaufstrich, aber auch zu einer aromatischen Zutat für die Weihnachtsbäckerei.

Süßstoff
Eine der bekanntesten Alternativen zu Kristallzucker ist Süßstoff. Er hat merkwürdige Namen wie Aspartam oder Acesulfam, klingt also schon mal eher nach Chemiestunde, als nach etwas leckerem. Wo er zu finden ist? In Deiner Coke zum Beispiel – die hat vielleicht zero Zucker, dafür aber ein Gemisch aus verschiedenen Süßstoffen. Prinzipiell ist in jedem Lebensmittel, auf dem “light” oder “weniger Zucker” steht, eine Form von Süßstoff. Warum ist das nicht gut? Naja, Süßstoffe sind in geringen Mengen als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und daher zugelassen. Aber sie stehen auch im Verdacht, die Entstehung von Krebs zu fördern oder Heißhungerattacken auszulösen. Bewiesen ist das alles nicht, aber möchtest Du ernsthaft etwas essen oder trinken, das im Verdacht steht, Deine Gesundheit zu gefährden?

Stevia
Stevia ist ein in den Hochebenen von Paraguay und Brasilien beheimatetes Süßkraut. Ihm wird nachgesagt, dass es den Blutzuckerspiegel senkt, die Bildung von Zahnplaque verhindert und im Gegensatz zu Zucker völlig kalorienfrei ist. Allerdings ist Stevia in seiner extrahierten Form 300 mal so süß. Kein Wunder also, dass Stevia gerade total im Trend liegt. Aber Achtung: Stevia hat einen starken, leicht seifigen Eigengeschmack. Und weil das Zeug so unglaublich süß ist, unbedingt sparsam verwenden.

Alles in allem sieht’s doch so aus: Es gibt eine Menge Süßungsmittel und jedes hat seine Eigenarten oder Unarten – entweder trotzdem schädlich für Zähne, sehr teuer, Eigengeschmack oder steht im Verdacht, Deine Gesundheit zu gefährden. Man, ist das deprimierend – was gibt es denn dann noch?
Eine Wunderwaffe haben wir noch: Und zwar Natur höchstpersönlich! Hä? Wie jetzt? Ganz einfach: Die Natur ist ja klug und stattet Früchte mit eigenem Zucker aus. Das ist ziemlich praktisch, weil Du Dir die Sucherei nach einer Zuckervariante sparen kannst. Dir sind Früchte nicht süß genug? Das liegt daran, dass sich Deine Geschmacksnerven an den Industriezucker gewöhnt haben. Du wirst sehen: Je mehr Du auf Zucker verzichtest, desto süßer wird Dir zum Beispiel eine Banane, Erdbeeren oder ein Apfel vorkommen. Und es gibt noch ein Goodie obendrauf: Früchte haben neben Zucker noch viele andere Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Die geben Dir Power und sorgen dafür, dass Du eine schöne Haut und glänzende Haare bekommst. Sorry, Zucker, da kannst Du leider nicht mithalten.